Ursprünge
der Pflanzenheilkunde:
Bereits die Ägypter destillierten Pflanzenteile,
um daraus ätherische Öle zu gewinnen. Diese wurden zu
Heilzwecken, bei religiösen Zeremonien, zur Körper- und
Gesichtspflege sowie als Parfums verwendet.
Wenn sich die Aromatherapie auch auf ein über
6000 Jahre altes Wissen stützt, gibt es den Begriff selbst
erst seit 65 Jahren. Der Franzose Gattefossè, Chemiker und
Besitzer einer Parfumfabrik, verbrannte sich einmal die Hand und
tauchte diese in ein Fass mit Lavendelöl.
Die Verletzung heilte so überaschend schnell, und er machte
sich daran, die Heilwirkung pflanzlicher Öle zu erforschen.
Erst in jüngster Zeit ist es Biochemikern gelungen, dutzende
von Inhaltsstoffen ätherischer Öle zu isolieren, denen
wir eben jene erstaunlichen Eigenschaften verdanken.
Anwendungsbereiche der Aromatherapie:
Ätherische Öle bieten sich nicht nur
für Massagen an. Auch für kosmetische Behandlungen, als
Badezusätze, Raumluftverbesserer, Haushaltsreiniger und sogar
als Insektenschutzmittel lassen sie sich verwenden. Doch bevor Sie
ätherische Öle verwenden, sollten Sie unbedingt die jeweiligen
Sicherheitshinweise beachten:
Grundregeln:
Ätherische Öle stimulieren
den Geruchssinn, heben die Stimmung und wirken sich positiv auf
unser Verhalten und unser geistiges und körperliches Wohlbefinden
aus. Wenn Sie nachstehende Grundregeln beachten, werden Sie viel
Freude mit der jeweiligen Wirkung haben:
- Ätherische Öle sind hochkonzentriert. Verwenden
Sie sie nur
tropfenweise!
- Nie mehr als die empfohlene Dosis verwenden! Bei Überdosierung
sind manche Öle giftig.
- Ätherische Öle nie pur auf die Haut auftragen!
- Öle niemals einnehmen!
- Ätherische Öle nur wie beschrieben zur Behandlung
leichter Beschwerden verwenden! Bei anhaltenden Symptomen unbedingt
einen Arzt aufsuchen!
- Gelangt ätherisches Öl ins Auge spülen Sie
es mit einigen Tropfen Mandelöl (nie mit reinem Wasser)!
Arzt aufsuchen!
- Öle stets außer Reichweite von Kindern aufbewahren!
- Nach einer Aromatherapiemassage möglichst 24 (zumindest
aber 12 Stunden) nicht baden oder duschen. Denn erst dann hat
die Haut das Öl vollständig aufgenommen.
- Bei Massagen Ölmischung nie direkt aus der Glasflasche
gießen, da diese aus der öligen Hand gleiten und
zerbrechen könnte; Öl besser in eine Schale geben
und Hände eintauchen oder vorübergehend in eine Plastikflasche
mit Spritztülle umhüllen!
SICHERHEITSHINWEISE:
- Ätherische Öle nie pur verwenden!
Außer wenn ausdrücklich angegeben, sind ätherische
Öle stets mit Wasser oder einem Basisöl zu mischen.
- Während der Schwangerschaft sollten Sie ätherische
Öle nur nach Absprache mit einem Arzt verwenden!
Basilikum, Engelwurz, Estragon, Fenchel, Kampfer, Lorbeer, Majoran,
Myrrhe, Rosmarin, Salbei, Schafgarbe, Thymian, Wacholder, Zedernholz
und Citronella jedenfalls meiden!
- Unter Lichteinfluss (vor allem Sonnenlicht) können
manche Öle zu Hautreizungen führen. Diese immer nur
halb so stark wie andere Öle dosieren (bei Zitrone nur
ein Drittel!) und mindestens sechs Stunden nach der Anwendung
Sonnenlicht meiden:
Bergamotte, Engelwurz, Ingwer, Limone, Mandarine, Orange, Zitrone
und Citronella (auch Basilikum und Lorbeer können die Hauit
reizen).
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